| Kursnummer | 1.0902 |
| Dozent |
Christian Brocke
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| Datum | Samstag, 14.03.2026 14:30–16:45 Uhr |
| Gebühr | 10,80 EUR |
| Ort |
Treffpunkt
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Das Gebiet dieser beiden heutigen Stadtteile war zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch militärische (Feste Kaiser Alexander) bzw. landwirtschaftliche (Gut Karthäuserhof) Nutzung geprägt.
Nach Auflassung der Feste Kaiser Alexander im Jahre 1903 gab es zunächst eine militärische Nachnutzung ihres Areals. Die "Entfestigung" zu Beginn der 1920er Jahre brachte die Einebnung der noch vorhandenen Wälle und Gräben der Festung. Dies erleichterte die spätere Errichtung einer Wohnbebauung aus freistehenden Siedlungshäusern, die Mitte der 1930er Jahre einsetzte und die sich bis in die Kriegszeit fortsetzte.
Schon zu Beginn der 1930er Jahre war in der Nachbarschaft des Gutes Karthäuserhof die Siedlung "Pionierhöhe" entstanden. Es folgte in der Zeit der jungen Bundesrepublik die sogenannte "Blank-Siedlung" (benannt nach dem ersten Bundesminister der Verteidigung). Sie diente den im Rahmen der Wiederbewaffnung nach Koblenz entsandten Mitarbeitern der Bundeswehrverwaltung als Heimstatt. Bis 1965 war auf dem Plateau auch das Flugfeld Karthause, das ebenfalls militärische Wurzeln hatte, angesiedelt. Ende der 1960er Jahre entstand dort die Trabantenstadt "Karthause Flugfeld".
Ziel der Exkursion ist es, die städtebauliche Entwicklung eines einwohnerstarken Koblenzer Stadtteils anhand ausgewählter Beispiele nachverfolgen zu können.
Treffpunkt: Ecke Karthäuserhofweg / Karl-Härle-Straße 1-5, 56075 Koblenz