| Kursnummer | 1.0104a |
| Dozent |
Dr. Andreas Goltz
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| Datum | Mittwoch, 11.02.2026 19:30–21:00 Uhr |
| Gebühr | 5,00 EUR |
| Ort |
Eichendorff-Gymnasium, Friedrich-Ebert-Ring/Casino
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Obwohl der Untergang Roms im Lauf der Jahrhunderte immer wieder auf Interesse gestoßen ist und die spätantike als klassischer Krisenspiegel der Gegenwart sowie als Exempel für Untergangs- und Krisenszenarien von Weltordnungen gilt, spielte die Spätantike bis vor wenigen Jahren in der massenmedialen Vermittlung von Geschichte generell und in Filmen über die Antike speziell nur eine untergeordnete Rolle.
In den letzten beiden Jahrzehnten lässt sich hier jedoch ein gewisser Wandel beobachten, denn zunehmend widmen sich Filmschaffende nun auch spätantiken Themen und Personen und transformieren diese auf spezifische Art und Weise in ihr Medium.
Damit stellt sich die spannende Frage, welche Gründe – neben der allgemeinen, mittlerweile aber wieder abflauenden Renaissance des Filmes über die Antike seit Ridleys Scotts „Gladiator“ - für diese bemerkenswerte Hinwendung und Aktualisierung verantwortlich sind.
Gerade im Vergleich mit älteren Verfilmungen offenbaren sich aufschlussreiche Veränderungen in der Darstellung (spätantiker) militärischer, politischer, sozialer und religiöser Krisen, die viel über aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse und deren – bewusste oder unbewusste – Verarbeitung im Medium Film verraten. Zudem verdeutlichen jüngere Beispiele wie „Agora“ oder „Sant´ Agostino“ (Heiliger Augustinus), dass auch im Film das Ringen um die Deutungshoheit und Inanspruchnahme von (spätantiker) Geschichte längst nicht beendet ist.
Nur Abendkasse!